<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>politblog</title>
	<atom:link href="http://kjg-koeln.de/politblog/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://kjg-koeln.de/politblog</link>
	<description>hier wird debattiert</description>
	<lastBuildDate>Wed, 18 Aug 2010 12:38:37 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Was denn nun: Erfolg oder Fairplay?</title>
		<link>http://kjg-koeln.de/politblog/2010/07/erfolg-oder-fairplay/</link>
		<comments>http://kjg-koeln.de/politblog/2010/07/erfolg-oder-fairplay/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 16:08:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Fußball-WM-politblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kjg-koeln.de/politblog/?p=186</guid>
		<description><![CDATA[„Moralisch gesehen gehören die für mich nicht weiter!“ sagt mein Kollege. „Aber muss er doch machen!“ kommt der Widerspruch von der anderen Seite des Tisches. Die Fußball-Weltmeisterschaft bot genügend Stoff für Diskussionen über Spielsituationen und (un)faires Verhalten. Nicht nur in den Mittagspausen der KjG-Diözesanstelle. Auch im politblog. Zwei spielentscheidende Szenen stehen zur Diskussion:
„Die Hand Gottes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">„Moralisch gesehen gehören die für mich nicht weiter!“ sagt mein Kollege. „Aber muss er doch machen!“ kommt der Widerspruch von der anderen Seite des Tisches. Die Fußball-Weltmeisterschaft bot genügend Stoff für Diskussionen über Spielsituationen und (un)faires Verhalten. Nicht nur in den Mittagspausen der KjG-Diözesanstelle. Auch im politblog. Zwei spielentscheidende Szenen stehen zur Diskussion:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Die Hand Gottes und der Jungfrau Maria“ </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Urugays Stürmer Suarez ist „<a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/wm-entdeckungen-die-elf-der-wm-1.969927" target="_blank">der meist bejubelte Torwart in Südafrika</a>“. Denn durch ein Handspiel auf der Torlinie verhindert er in der letzten Minute der Verlängerung die Führung der Ghanaer (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=BD7ZJ4fItaw" rel="shadowbox[post-186];player=swf;width=640;height=385;" target="_blank">Szene auf youtube</a>). Suarez erhält die rote Karte, Ghanas Spieler verschießt den fälligen Elfmeter, Uruguay siegt im so ermöglichten Elfmeterschießen und steht im Halbfinale. Die bei der vergangenen Weltmeisterschaft so oft umstrittenen Schiedsrichterleistungen müssen im Fall „Suarez“ nicht diskutiert werden, denn das Handspiel wurde mit Platzverweis und Strafstoß gemäß den FIFA-Regeln bestraft. Dass Ghanas Spieler Asamoah Gyan den Elfmeter nicht verwandelt, ist Schicksal. Und gleichzeitig der Moment, in dem sich die ausgleichende Gerechtigkeit eben nicht durch den Spielverlauf selbst erfüllt. Und so wird diskutiert: Ist Suarez nun Held oder Betrüger? Ist sein Handspiel moralisch zu rechtfertigen?<span id="more-186"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Es war natürlich kein faires Verhalten, aber der Uruguayer nahm – ob bewusst oder aus Reflex – die einzige Chance wahr, sein Team im Turnier zu behalten. Suarez hat gehandelt wie die meisten Profisportler gehandelt hätten. Man kann sich nun moralisch über den Sportler Suarez und sein unsportliches Verhalten erheben, verkennt dann m.E. aber, dass die Fußballweltmeisterschaft weniger Vorbild für als Abbild von unserer westlichen, von Erfolg und Ertrag angetriebenen Gesellschaft ist. Wer von uns hätte denn zugunsten seines Gewissens auf den prestigeträchtigen Einzug ins Halbfinale verzichtet? Oder dies vom Profi-Fußballer verlangt?</p>
<p style="text-align: justify;">Abgesehen davon können wir als unbeteiligte Fans des deutschen Teams die genannte Szene sehr entspannt be- und verurteilen. Doch was ist hiermit?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Das Bloemfontein-Tor“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im Achtelfinalspiel Deutschland gegen England trifft der Schuss von Englands Frank Lampard die Unterkante der Latte, von dort prallt der Ball klar hinter die Linie, springt zurück an die Latte und in Manuel Neuers Arme. Dieser bringt den Ball sofort per Abschlag wieder ins Spiel, Lampard hebt reklamierend die Hände, aber: Kein Pfiff, kein Tor <a href="http://www.youtube.com/watch?v=xufc3uUW-us&amp;feature=related" rel="shadowbox[post-186];player=swf;width=640;height=385;" target="_blank">(Szene auf youtube).</a> &#8220;Glück für die deutsche Mannschaft“ sagt der Kommentator. &#8220;Nachdem ich mich umgedreht habe, habe ich mich nur auf den Ball konzentriert.“ sagt Manuel Neuer <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/wm-stimmen-zum-england-spiel-ich-gruesse-die-beiden-omas-und-den-opa-1.966229-9" target="_blank">nach dem Spiel</a>. „Ich habe schnell versucht, nach vorne zu spielen, damit die Schiedsrichter nicht daran denken, dass der Ball drin war.“</p>
<p style="text-align: justify;">Vorausgesetzt, dass er beim ausschließlich auf den Ball konzentrierten Blick auch ein Stück Torlinie wahrnahm, hätte es der deutsche Torwart in der Hand gehabt, durch eine Ansage die Fehlentscheidung zu korrigieren und das Tor anzuerkennen. Zu Ungunsten seines eigenen Teams. Wer Luis Suarez fehlendes Fairplay vorwirft, muss auch in diesem Fall fehlende Sportlermoral attestieren. Doch im davon profitierenden Deutschland wird Neuers Verhalten kaum diskutiert (die <a href="http://www.taz.de/1/sport/wm-2010/artikel/1/beugehaft-und-fair-play/" target="_blank">taz</a> macht eine Ausnahme), das Versagen der Schiedsrichter als Ursache herangezogen und die „Rache für Wembley“ als ausgleichende Gerechtigkeit gefeiert. Denn: Wer von uns hätte sich einen Manuel Neuer gewünscht, der zum Schiedsrichter geht und den Ball hinter der Linie bestätigt?</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/sport/dossier/videofundgrube/So-viel-Fairplay-halten-Sie-nicht-fuer-moeglich/story/22557425/print.html" target="_blank">Szenen im Profifußball</a>, in denen die Beteiligten couragiert und mit einem großen Sinn für Fairplay falsche Schiedsrichterentscheidungen zu Ihren Ungunsten korrigieren oder für eine ausgleichende Gerechtigkeit sorgen. Selten jedoch ist dies auf den höchsten Ebenen zu finden &#8211; und bei der WM 2010 eben auch nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich behaupte: Je größer der eigene (vermutete) Schaden oder Verlust, desto geringer die Chance eines Fairplay. Die Weltmeisterschaft gibt Beispiel dafür. Unser Alltag auch.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Holger Walz</p>
<p style="text-align: justify;">Bildungsreferent für gesellschaftspolitische und theologische Themen</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kjg-koeln.de/politblog/2010/07/erfolg-oder-fairplay/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Politik am Rande</title>
		<link>http://kjg-koeln.de/politblog/2010/07/die-politik-am-rande/</link>
		<comments>http://kjg-koeln.de/politblog/2010/07/die-politik-am-rande/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 16:06:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Fußball-WM-politblog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kjg-koeln.de/politblog/?p=191</guid>
		<description><![CDATA[Möglicherweise war der eine oder die andere von uns anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in seiner bzw. ihrer Aufmerksamkeit äußerst eingeschränkt und ausschließlich auf die nächste Sportberichterstattung fokussiert – so wie das DFB-Team auf den nächsten Gegner. Hier unser Service für all diejenigen, deren Zeitung in den letzten vier Wochen nur aus dem Sportteil bestand.
Dies geschah in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Möglicherweise war der eine oder die andere von uns anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in seiner bzw. ihrer Aufmerksamkeit äußerst eingeschränkt und ausschließlich auf die nächste Sportberichterstattung fokussiert – so wie das DFB-Team auf den nächsten Gegner. Hier unser Service für all diejenigen, deren Zeitung in den letzten vier Wochen nur aus dem Sportteil bestand.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies geschah in der Politik, während Deutschland Fußball spielte:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>So. 13.06.2010</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong></strong> Der jungen deutschen Fußball-Nationalmannschaft gelingt das Auftaktmatch mit spielerischer Leichtigkeit: Sie besiegt Australien mit 4:0. Der ebenfalls noch recht jungen Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP dagegen fällt das Regieren nicht ganz so leicht: Sie streiten untereinander so laut und öffentlich über Krankenversicherung, Wehrpflicht und Atomausstieg, dass der eigentliche Gegner, die Opposition, auf Neuwahlen hofft.   → „<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/zerfallserscheinungen-in-der-koalition-opposition-hofft-auf-neuwahl-1.958418" target="_blank">Süddeutsche Zeitung</a>“ <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/zerfallserscheinungen-in-der-koalition-opposition-hofft-auf-neuwahl-1.958418"></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fr. 18.06.2010 </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das deutsche Team muss eine 0:1-Niederlage gegen Serbien einstecken und ist wieder auf dem Boden der Tatsachen. Studentinnen und Studenten dagegen können mit mehr Geld ab Oktober rechnen, <span id="more-191"></span>denn der Bundestag beschließt einen um 2% erhöhten Bafög-Satz.  → „<a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-06/bundestag-bafoeg-erhoehung" target="_blank">Die Zeit</a>“</p>
<p style="text-align: justify;">Doch sowohl für die Nationalspieler als auch die StudentInnen wendet sich in den kommenden Wochen das Blatt: Große Fußball-Nationen werden an der deutschen Mannschaft, die Bafög-Erhöhung am Bundesrat scheitern.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mi. 23.06.2010</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Durch ein 1:0 im letzten Vorrundenspiel gegen Ghana erreicht Deutschland das Achtelfinale und Mesut Özil ist der Held. Dieser darf sich nicht nur wegen seines Tores glücklich schätzen. Denn andere Migrantenkinder haben es weitaus schwerer damit, erfolgreich zu sein: Eine Studie belegt, dass der Bildungserfolg in Deutschland immer noch sehr stark von der sozialen Herkunft abhängt und Jugendliche mit Migrationshintergrund am schlechtesten abschneiden.  → „<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8153778/Wie-die-Herkunft-den-Bildungserfolg-beeinflusst.html" target="_blank">Die Welt</a>“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>So. 27.06.2010 </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Während das deutsche Team mit Können und Glück England 4:1 besiegt, gelingt Kanzlerin Merkel ein Treffer auf dem G20-Gifel in Toronto: Die führenden Industrienationen wollen bis 2013 ihre Staatsdefizite halbieren. Damit setzen die europäischen Nationen „ihren“ Weg aus der Wirtschaftskrise gegenüber den USA durch: Schuldenabbau statt Konjunkturprogramme.  → „<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,703160,00.html" target="_blank">Der Spiegel</a>“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sa. 03.07.2010 </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Deutschland entzaubert mit einem 4:0 das favorisierte Argentinien. Und Angela Merkel verbringt nach einer anstrengenden Woche voller Regierungskrisen und einer nicht optimal verlaufenen Bundespräsidentenwahl einen schönen und erfolgreichen Samstag – in Südafrika.   → „<a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/07/04/angela-merkel-jubelt/danach-trank-sie-ein-bier-mit-den-spielern.html" target="_blank">Bild</a>“</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Mi. 07.07.2010</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach zuvor acht Treffern in zwei Spielen geizt die deutsche Elf im Halbfinale mit Torschüssen und verliert mit 0:1 gegen das spielerisch überlegene Spanien. Erfolgreicher will der deutsche Staat ab 2011 sparen: Die Regierung legt den Haushaltsetat für das kommende Jahr vor, in dem nun auch die neu im Grundgesetz verankerte „Schuldenbremse“ Wirkung zeigt.  → „<a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E2508EEC0F7674B5383AAC4872BC05473~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Frankfurter Allgemeine Zeitung</a>“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sa. 10.07.2010 </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit einem 3:2 gegen Uruguay belegt Deutschland den 3. Platz bei der Weltmeisterschaft. Über weite Strecken im Turnierverlauf zeigte das junge deutsche Team sein fußballerisches Potenzial und macht Hoffnung auf Titel und Erfolge in der Zukunft. Dagegen ist während des gesamten Weltturniers unklar, wie es mit Nordrhein-Westfalen weitergeht. Schließlich bildet sich eine rot-grüne Minderheitsregierung unter Führung von Hannelore Kraft. Die Landesparteitage von SPD und den Grünen stimmen dem Koalitionsvertrag zu und wollen das Land besonders in den Themen Bildung, Klimaschutz und Stärkung der Kommunen in eine erfolgreiche Zukunft führen.  → „<a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1278666293974.shtml" target="_blank">Kölner Stadtanzeiger</a>“</p>
<p style="text-align: justify;">Um über den Start der NRW-Regierung, die Koalitionsstreitigkeiten in Berlin und die neuesten Rezepte gegen die Wirtschaftskrise auf dem Laufenden zu bleiben, empfiehlt sich der tägliche Blick in die Zeitung. In die gesamte Zeitung. Wir haben wieder Zeit dafür.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://kjg-koeln.de/politblog/2010/07/die-politik-am-rande/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
