Junge Union will Abgabe für Kinderlose in Verfassung (www.zeit.de)
Die Sozialversicherungssysteme funktionieren nicht, wenn es zu wenig Kinder gibt. Daher schlägt die Junge Union vor, Kinderlose ab 25 Jahre mit einem Prozent ihres Einkommens zu belasten. Das Geld soll in die Sozialversicherungen gehen, aber auch in Infrastruktur und Bildung.
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14. Februar 2012 um 18:17 Uhr
Eine solche Abgabe haben wir bereits – sie nennt sich Steuerklasse 1 – habe ich in einem Kommentar auf der taz-webseite gelesen. Da ist was dran. Außerdem: Was macht man mit Menschen, die keine Kinder bekommen können, selbst wenn sie welche wollen? Will man sie – nun ja – bestrafen? Und: Ist überhaupt nur der ein guter Bürger, der Kinder bekommt? Das alles klingt ein bisschen sehr nach Populismus.
Die Sozialversicherung ist ein Generationenvertrag, das ist richtig. Und es zahlen die ein, die über eine dauerhafte feste Arbeit verfügen. Das heißt doch, dass die Sozialversicherungen auch dann nicht funktionieren, wenn wir vermehrt prekäre Arbeitsverhältnisse haben – zum Beispiel immer mehr 400 Euro-Jobs. Und sonstige Einkommen werden gar nicht herangezogen. Ich würde mir wünschen, dass die Regierung lieber bei diesen Fragen etwas mehr Gehirnschmalz investieren würde.